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HR
2 min

Corporate Benefits 2025: Warum sind sie entscheidend?

In einer Arbeitswelt, in der der Fachkräftemangel zunimmt und Wechselbereitschaft hoch ist, sind Corporate Benefits mehr als nur nette Zusatzleistungen.
Von flexible Arbeitszeiten bis zu Gesundheitsprogrammen entscheiden sie über die Attraktivität und Loyalität von Mitarbeitenden.

Alina Grasmück
29. September 2025

Wie Unternehmen mit attraktiven Benefits 2025 Fachkräfte gewinnen und binden

Der Fachkräftemangel verschärft sich: Immer weniger qualifizierte Bewerbende stehen einer wachsenden Zahl offener Stellen gegenüber. Unternehmen reagieren darauf mit einem Ausbau ihrer Corporate Benefits, denn Zusatzleistungen sind zu einem wichtigen Instrument der Mitarbeitergewinnung geworden. Eine Analyse der Bertelsmann Stiftung zeigt, dass Stellenanzeigen heute im Durchschnitt fast zehn Benefits enthalten – 2019 waren es nur 3,6. Besonders „harte“ Benefits wie unbefristete Anstellungen, betriebliche Altersvorsorge oder Jobtickets haben stark zugenommen, während „weiche“ Faktoren wie Unternehmenskultur seltener hervorgehoben werden. Flexibilität in Arbeitszeit und -ort entwickelt sich zum zentralen Attraktivitätsfaktor.

Doch welche Zusatzleistungen wünschen sich Mitarbeitende im Jahr 2025 wirklich? Und welche Rolle spielt Firmenfitness dabei?

Was Mitarbeitende 2025 wollen: Die wichtigsten Benefit Kategorien
  1. Fort- und Weiterbildung & Entwicklungsperspektiven

Die Möglichkeit zur persönlichen Weiterentwicklung steht ganz oben auf der Wunschliste. Laut einer Untersuchung von Personio/PwC schätzen 22% der Beschäftigten Weiterbildungsangebote am meisten. Auch die Bertelsmann-Analyse bestätigt, dass Fort- und Weiterbildungsangebote in fast 46% der Stellenanzeigen beworben werden. Diese Benefits verbessern nicht nur die Qualifikation, sondern auch die Bindung ans Unternehmen.

  1. Flexible Arbeitszeiten & Arbeitsorganisation

19% der Mitarbeitenden bevorzugen flexible Arbeitszeiten. Job-Flexibilität ist laut Bertelsmann Stiftung ein zentraler Attraktivitätsfaktor, wird aber bislang vor allem Spezialist:innen und Expert:innen angeboten. Unternehmen, die flexible Arbeitszeitmodelle und Home‑Office ermöglichen, heben sich im Wettbewerb positiv ab.

  1. Finanzielle Vorteile & Sachbezüge

Geld und Boni liegen mit 14% auf Platz drei der beliebtesten Benefits. Besonders attraktiv sind steuerbegünstigte 50‑Sachbezüge, die monatlich gewährt werden können. Diese werden nicht zum Arbeitslohn gezählt und sind daher steuerfrei. Zusätzlich können Unternehmen ihren Mitarbeitenden ein Mobilitätsbudget anbieten, das für ÖPNV, Jobticket, Tankgutscheine oder Fahrradreparaturen genutzt werden kann.

  1. Mobilität & Altersvorsorge

Mobilitätszuschüsse (Jobrad, Mobilitätsbudget) und betriebliche Altersvorsorge gehören zu den meistgenannten Benefits. Sie bieten finanzielle Sicherheit und unterstützen nachhaltige Mobilität.

  1. Gesundheit & Wohlbefinden

Obwohl Gesundheitsangebote bislang nur in jeder vierten Stellenanzeige vorkommen, gewinnen sie rasant an Bedeutung. Mitarbeitende wünschen sich Erholungsbeihilfen, Unterstützung für Mental Health und Zugang zu Fitness‑ oder Wellnessprogrammen. Diese Leistungen steigern die Lebensqualität und reduzieren krankheitsbedingte Ausfälle.

  1. Familienfreundliche Angebote

Familienfreundliche Benefits – wie Elternzeitverlängerung, Kinderbetreuung oder Pflegezeit – werden bislang nur in etwa 12 % der Stellenanzeigen erwähnt. Dabei sind sie gerade für Fachkräfte mit Familien ein wichtiges Entscheidungskriterium.

Firmenfitness: Der unterschätzte Benefit mit großer Wirkung

Gesundes Team, starkes Employer Branding

Gesundheitsförderung umfasst mehr als Obstkörbe. Sie beinhaltet Firmenfitness, Stressmanagement, ergonomische Arbeitsplätze und Vorsorgeuntersuchungen. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass betriebliche Gesundheitsprogramme die krankheitsbedingten Kosten um 26% und die Fehlzeiten um 27% reduzieren. Der iga‑Report ermittelt einen Return on Investment von 2,73 für Maßnahmen zur Senkung von Fehlzeiten – jeder investierte Euro zahlt sich also mehrfach aus.

Firmenfitness steigert Arbeitgeberattraktivität

Gesundheitsangebote wirken nicht nur nach innen, sondern auch im Employer Branding. Das Institut der deutschen Wirtschaft betont, dass Unternehmen BGF auch als Motiv zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität einsetzen. Eine Online‑Studie der TH Aschaffenburg zeigt: Firmen, die ihre Gesundheitsleistungen in Stellenanzeigen kommunizieren, werden signifikant positiver bewertet. Das gilt für alle Alters‑ und Bildungsgruppen. Authentische und transparente Kommunikation über Firmenfitness auf der Karriere-Website und in Social Media erhöht somit die Sichtbarkeit als attraktiver Arbeitgeber.

Bedürfnisse älterer Mitarbeitender

Der TK-Gesundheitsreport 2024 zeigt, dass 60% der Beschäftigten über 50 Jahren gesundheitsfördernde Maßnahmen als wichtigen Grund nennen, länger im Job zu bleiben. Gleichzeitig bieten nur 57 % der Unternehmen flexible Arbeitszeiten und weniger als die Hälfte Unterstützung beim Renteneintritt. Mit Firmenfitness schließen Sie diese Lücke und halten wertvolles Know-how im Unternehmen.

Strategische Auswahl statt Gießkannenprinzip

Laut einer Roland-Berger-Studie bieten Unternehmen heute im Durchschnitt 6,6 Benefits an und planen 2025 1,4 neue Leistungen. 90 % der HR-Verantwortlichen bevorzugen jedoch fünf bis zehn gezielt auf die Belegschaft zugeschnittene Benefits. Gleichzeitig fühlen sich 82 % im unübersichtlichen Benefits-Markt verloren und kennen steuerliche Regularien nicht ausreichend. Eine strategische Auswahl und die Nutzung steuerlicher Vorteile (z. B. 600 € jährlich steuerfrei für Gesundheitsförderung) sind daher entscheidend.

Tipps für Ihre Benefits-Strategie

  1. Bedarfsanalyse durchführen: Befragen Sie Mitarbeitende regelmäßig, welche Benefits ihnen wichtig sind.
  2. Kategorien abdecken: Kombinieren Sie Weiterbildung, Flexibilität, finanzielle Vorteile, Mobilität, Gesundheit und Familie, um unterschiedliche Bedürfnisse zu bedienen.
  3. Firmenfitness integrieren: Bieten Sie Mitgliedschaften bei Fitness‑Anbietern, digitale Workout‑Plattformen, Yoga oder Rückenschule an. Kombinieren Sie Präsenz‑ und Online‑Formate.
  4. Transparente Kommunikation: Stellen Sie Ihre Benefits prominent auf der Karriereseite, in Stellenanzeigen und auf Social Media vor – besonders die Gesundheitsangebote.
  5. Steuerliche Vorteile nutzen: Sachbezüge, Mobilitätsbudgets oder Gesundheitsbudgets lassen sich steuerfrei gewähren.
  6. Erfolg messen: Evaluieren Sie Kennzahlen wie Krankenstand, Fluktuation und Bewerberrücklauf, um die Wirkung Ihrer Benefits zu prüfen.
Fazit: Mit Firmenfitness und passgenauen Benefits zum Arbeitgeber der Zukunft

Die Arbeitswelt ändert sich rasant – und mit ihr die Erwartungen der Mitarbeitenden. Wer 2025 als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen werden will, muss auf Corporate Benefits setzen, die sowohl finanzielle Sicherheit als auch Flexibilität, Weiterentwicklung und Gesundheit fördern. Firmenfitness spielt dabei eine Schlüsselrolle: Sie senkt Fehlzeiten, steigert die Produktivität und verbessert das Employer Branding. Nutzen Sie die Chancen der Gesundheitsförderung, um Fachkräfte zu gewinnen, zu binden und Ihr Unternehmen fit für die Zukunft zu machen.