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Den richtigen Benefit im Benefits-Dschungel finden
Stellenanzeigen sind voller Benefits, doch welche Zusatzleistungen überzeugen Mitarbeitende wirklich?
Jüngere Studien zeigen, dass neben dem Gehalt auch weitere Faktoren zählen und dass fast jede zweite wechselwillige Person Corporate Benefits in ihre Entscheidung einbezieht.

Orientierung im Benefits-Dschungel
Der Arbeitsmarkt in Deutschland ist umkämpft. Unternehmen werben mit Rabatten, Boni und Vergünstigungen, um Fachkräfte anzuziehen. Doch im „Benefits-Dschungel“ verlieren sich viele Arbeitgeber und wissen nicht, welche Zusatzleistungen wirklich überzeugen. Eine repräsentative StepStone‑Studie („Attracting Talent 2024“) mit 8 .493 Befragten zeigt: 47 % der Wechselwilligen beziehen Corporate Benefits in ihre Entscheidung für einen neuen Arbeitgeber ein; bei loyalen Mitarbeitenden sind es 36 %. Das heißt: Benefits sind wichtig – aber sie müssen zu den Bedürfnissen der Zielgruppe passen.
Was laut Studien wirklich zählt
Die StepStone‑Analyse identifiziert drei Kernfaktoren, die sowohl für wechselwillige als auch für treue Mitarbeitende entscheidend sind: Vergütung, Arbeitsplatzsicherheit und Work‑Life‑Balance. Gehaltstransparenz wirkt attraktiv, ein festes Gehalt bindend. Zugleich variiert die Gewichtung je nach Lebensphase: Jüngere wünschen sich Karriereentwicklung und eine angemessene Bezahlung, ältere legen mehr Wert auf Teamkultur und Sicherheit.
Andere Studien untermauern diese Ergebnisse:
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Weiterbildung & Entwicklung: Eine Befragung von Personio/PwC zeigt, dass 22 % der Beschäftigten Fort- und Weiterbildungsangebote am meisten schätzen. Die Bertelsmann‑Stiftung fand, dass solche Angebote in 46,3 % der Stellenanzeigen vorkommen.
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Flexibilität: 19 % der Mitarbeitenden bevorzugen flexible Arbeitszeiten, und StepStone betont, dass eine gute Work‑Life‑Balance besonders für jüngere Altersgruppen wichtig ist.
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Finanzielle Vorteile: Sachbezüge wie 50 €‑Gutscheine sind beliebt und steuerfrei. Mobilitätsbudgets für ÖPNV, Fahrradleasing oder Tankgutscheine zählen ebenfalls zu den Top‑Benefits.
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Gesundheit & Wohlbefinden: Obwohl Gesundheitsangebote nur in jeder vierten Stellenanzeige auftauchen, gewinnen sie an Bedeutung. Mitarbeitende wünschen sich Zuschüsse zu Fitness- und Wellnessprogrammen sowie Unterstützung für mentale Gesundheit.
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Familienfreundliche Leistungen: Kinderbetreuung und Pflegezeit werden bislang nur in etwa 12 % der Anzeigen genannt, sind aber gerade für Beschäftigte mit Familie entscheidend.
Wie finde ich den richtigen Benefit?
Bei der Fülle an Möglichkeiten sollten Unternehmen strategisch vorgehen:
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Zielgruppe definieren: Die StepStone‑Studie zeigt, dass Bedürfnisse stark vom Alter, Geschlecht und Berufsfeld abhängen. Ingenieur‑ und technische Berufe legen mehr Wert auf Vergütung und Arbeitsplatzsicherheit, während Beschäftigte in IT, Marketing oder Bildung eher Selbstverwirklichung und Work‑Life‑Balance suchen.
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Bedarfsanalyse durchführen: Regelmäßige Umfragen ermitteln, welche Benefits Ihre Mitarbeitenden wirklich wünschen – etwa Schulungen, flexible Arbeitszeiten oder Gesundheits- & Sport-Angebote.
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Auf Qualität statt Quantität setzen: Roland‑Berger (2024) empfiehlt, sich auf fünf bis zehn zielgruppengerechte Benefits zu fokussieren statt auf eine unüberschaubare Menge. Viele HR‑Verantwortliche fühlen sich im Benefits‑Markt überfordert; eine klare Auswahl vermeidet dieses Problem.
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Steuerliche Vorteile nutzen: Sachbezüge bis 50 € monatlich und Gesundheitsbudgets bis 600 € pro Jahr können steuerfrei gewährt werden.

Firmenfitness, der unterschätzte Allrounder
Gesundheitsförderung, speziell Firmenfitness, schneidet im Vergleich zu anderen Benefits besonders gut ab. Dafür sprechen mehrere Faktoren:
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Wirtschaftlicher Nutzen: Der iga‑Report 28 belegt, dass betriebliche Gesundheitsprogramme die krankheitsbedingten Kosten um 26 % senken und die Fehlzeiten um 27 % verringern. Der Return‑on‑Investment liegt bei 2,73.
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Hoher Krankenstand: Der Krankenstand lag 2024 bei 5,9 %; psychische Erkrankungen nehmen zu. AOK‑Versicherte waren 2023 durchschnittlich 23,9 Tage krank. Firmenfitness kann dem entgegenwirken.
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Beitrag zur Work‑Life‑Balance: Sportangebote im Unternehmen unterstützen Mitarbeitende dabei, Bewegung in den Alltag zu integrieren. Flexible Nutzung (z. B. via Sportnavi oder digitale Kurse) passt zu modernen Arbeitsmodellen.
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Employer Branding: StepStone betont, dass Benefits vor allem für wechselwillige Mitarbeitende ein entscheidender Attraktivitätsfaktor sind. Gesundheits- und Fitnessangebote heben das Unternehmen als fürsorglichen Arbeitgeber hervor.
Fazit: Den richtigen Benefit auswählen – mit Sportnavi zum Erfolg
Im Dschungel der Benefits zählt nicht die Masse, sondern das, was Ihrer Zielgruppe wirklich wichtig ist. StepStone und andere Studien zeigen, dass eine Kombination aus Vergütung, Sicherheit, Work‑Life‑Balance und Gesundheit die stärkste Wirkung entfaltet. Firmenfitness erfüllt gleich mehrere dieser Kriterien: Sie unterstützt die Gesundheit, verbessert die Work‑Life‑Balance und steigert die Attraktivität des Arbeitgebers.
Mit Sportnavi können Unternehmen ein breites Angebotsportfolio anbieten, das sich flexibel in den Arbeitsalltag integrieren lässt, ein Corporate Benefit, der sich auszahlt und im Dschungel der Angebote den Weg weist.
Quellen:
https://www.stepstone.de/e-recruiting/hr-wissen/recruiting/benefits-fur-mitarbeiter/
https://www.hrblue.com/wp-content/uploads/2024/12/HRblue-Spotlight_HRStudien_2024.pdf
https://www.personio.de/hr-lexikon/corporate-benefits-mitarbeiterangebote/
https://www.circula.com/de/blog/mitarbeiter-benefits
https://www.bkk-dachverband.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/krankenstand-im-jahr-2024


